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Kleine Anfrage: Förderungen des Landes für das Gutenbergmuseum in Mainz

22.08.2017 | Kategorie(n): Allgemein

K l e i n e A n f r a g e

des Abgeordneten Gerd Schreiner (CDU)

Förderungen des Landes für das Gutenbergmuseum in Mainz

Das Gutenbergmuseum, das Weltmuseum der Druckkunst in Mainz, muss dringend saniert werden. Als Bausteine einer solchen Baumaßnahme werden u. a. die Erweiterung durch den sogenannten „Bibel-Turm“, eine barrierefreie Erschließung aller Ausstellungsbereiche und die Brandschutzsanierung genannt.

Die Kosten für diese Baumaßnahmen wird die Stadt nicht ohne Förderung des Landes stemmen können.

Insbesondere das Thema Brandschutz scheint dringlich, da der bestehende Altbau des Museums, der sogenannte Schell-Bau, als Raumkontinuum über mehrere Geschosse mit seinen leicht entflammbaren Exponaten und textilen Bodenbelägen nicht den aktuell geltenden Brandschutzvorschriften entspricht und im Brandfall durch Feuer und vor allem die Verrauchung des gesamten Ausstellungsbereiches nicht zur Falle für Besucher und Mitarbeiter werden darf.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Welche Gespräche und welchen Schriftwechsel führen Stadt und Land über die anstehenden Sanierungsmaßnahmen und über mögliche Förderungen in welcher Höhe und für welche Bauabschnitte und Kostenbestandteile?

2. Wann fand mit welchen konkreten Auflagen und Fristsetzungen die letzte Brandschutzbegehung des Museums statt?

3. Wie sieht das Sanierungskonzept für den Brandschutz aus, mit welchen Kosten ist es verbunden, wann kann und bis wann muss es umgesetzt werden sowie ob und in welcher Höhe soll bzw. könnte es durch das Land gefördert werden?

4. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung, zu welchem Zeitpunkt der bestehende sogenannte Schell-Bau des Gutenbergmuseums aus Gründen des Brandschutzes für die Öffentlichkeit gesperrt werden muss?

5. Wann und wie wird sich die Landesregierung um entsprechende Erkenntnisse zu den Fragen 1 bis 4 bemühen, falls sie ihr zur Zeit noch nicht vorliegen?

Antwort des Ministers für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur im Namen der Landesregierung:

Vorbemerkung:

Das Gutenberg-Museum Mainz befindet sich ausschließlich in Trägerschaft der Landeshauptstadt Mainz. Die Stadt Mainz hat daher zu den Fragen mit Schreiben vom 24. Juli wie folgt Stellung genommen:

Zu Frage 1:

Derzeit wird die Entwurfsplanung für den ersten Bauabschnitt ausgearbeitet. Zu dieser Leistungsphase gehört auch die Erstellung einer Kostenberechnung. Nach Abschluss dieser Aufgaben sind die Grundlagen geschaffen, bezüglich möglicher Förderungen mit den Zuschussgebern in Kontakt zu treten.

Zu Frage 2:

Die Landeshauptstadt Mainz hat mit der Erarbeitung der Brandschutzkonzepte 2006 und 2009 Maßnahmenkataloge mit Prioritätensetzungen festgelegt. In einer ersten Stufe wurden von der Stadt Mainz in den Jahren 2011 bis 2013 Maßnahmen im Römischen Kaiser durchgeführt und abgenommen. Parallel hierzu wurden die gesetzlich vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen und Wartungen durchgeführt und die daraus resultierenden Auflagen im Sinne einer Mängelbeseitigung erledigt. Mit den jetzigen Planungen definiert die Stadt Mainz einen ersten Bauabschnitt mit der Realisierung einer Erweiterung und Maßnahmen auch am Schellbau. Ein Brandschutzkonzept wird unter Berücksichtigung der künftigen Planungen entwickelt.

Zu Frage 3:

Im Zusammenhang mit den weiteren Planungsphasen wird das weitere Brandschutzkonzept von der Landeshauptstadt erarbeitet. Erst nach einer abschließenden Bearbeitung können die Maßnahmen genauer definiert werden und kostenmäßig beziffert werden. Festgelegt wurden als Maßnahmen für den ersten Bauabschnitt die Erstellung von zwei Außentreppen am Schellbau und einer Treppenanlage am Römischen Kaiser nach Abriss des Zwischengebäudes. Nach Abschluss der Entwurfsplanungen können entsprechende Unterlagen zur Bestimmung einer möglichen Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz eingereicht werden.

Zu Frage 4:

Der Betrieb des Schellbaus kann durch die oben beschriebenen Maßnahmen auch in der Zeit der Realisierung des ersten Bauabschnitts gesichert werden. Durch Teilumsetzungen des Brandschutzkonzepts und der Schaffung zusätzlicher Flächen, zum Beispiel im Bibelturm, wird eine Entlastung des Schellbaus auch hinsichtlich des Brandschutzes und der Besucherströme erreicht.

Zu Frage 5:

Auf die Vorbemerkung wird verwiesen.

Prof. Dr. Konrad Wolf

Ministerium

Der Minister

 

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