Sie sind hier: Gerd Schreiner » Allgemein » Kontroverse Debatte um Rolle der Ministerin

Kontroverse Debatte um Rolle der Ministerin

17.08.2012 | Kategorie(n): Allgemein

AZ: Von Andreas Riechert

UNIVERSITÄTSMEDIZIN Verhalten von Aufsichtsratsvorsitzender Doris Ahnen (SPD) sorgt für Zündstoff im Wissenschaftsausschuss

 

 

CDU-Landtagsabgeordneter Gerd Schreiner attackierte die Ministerin. Archivfoto: Sascha Kopp

Eine kontroverse Debatte über das Verhalten des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums und der Aufsichtsratsvorsitzenden der Universitätsmedizin Mainz, Ministerin Doris Ahnen (SPD), stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Landtagsausschusses für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Im Zuge der Negativschlagzeilen und Vorkommnisse rund um die Universitätsmedizin (die AZ berichtete mehrfach) hatte die CDU-Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt und Wissenschaftsministerin Ahnen mit Nachdruck unter anderem dazu aufgefordert, detailliert über ihre seit Jahresbeginn geführten Gespräche mit dem Klinikvorstand Auskunft zu geben. Landtagsabgeordneter Gerd Schreiner (CDU) warf Ahnen vor, nach Belieben in den Vorstand „reinzuregieren“ und dessen Arbeit somit zu konterkarieren.

„Die Ministerin will alles wissen und über alles informiert sein. Aber es muss auch klar sein, dass der Vorstand das nötige Vertrauen der Ministerin hat“, unterstrich Schreiner. Immer dann, wenn es unangenehm werde, verstecke sich Ahnen zudem „hinter den Herren des Vorstands“. Hinzu komme, dass die wirtschaftlichen Ziele in der Universitätsmedizin über das Patientenwohl gestellt würden, so der Landtagsabgeordnete, der der Klinik seit langer Zeit „ein Problem nach dem anderen“ attestierte.

Mit den Vorwürfen konfrontiert, ging Doris Ahnen in die Offensive. Sie erachtete Schreiners herbe Kritik als haltlos und wies diese mit deutlichen Worten zurück. „Ich finde es ziemlich schlimm, wenn Dinge vermischt und einfach in den Raum gestellt werden“, sagte die Ministerin. Mittelzuweisung und Personalhoheit der Universitätsmedizin lägen nicht bei ihr. Aufsichtsrat und Vorstand seien regelmäßig in engen Gesprächen miteinander, alle Themen würden völlig offen kommuniziert. „Ohne Zweifel hatte die Universitätsmedizin in den letzten Monaten schwere Zeiten zu durchleben“, räumte Ahnen ein – doch seien Schreiners Argumente ungeachtet dessen fadenscheinig. „Man muss vorsichtig sein, was man da von sich gibt und sollte keine Ängste schüren, die man nicht zu schüren braucht“, mahnte Ahnen.

Professor. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz, pflichtete ihr bei. „Es wird nicht besser, wenn man Probleme aufwirft, die gar nicht bestehen“, sagte der Mediziner. Es gelte nun, die Universitätsmedizin wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu bringen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen: „Nun ist Beruhigung notwendig – nach innen und nach außen.“

Drucken Drucken « zum vorherigen Beitrag | zum nächsten Beitrag »
CDU Rheinland-Pfalz CDU Mainz CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz
Newsletter
© neolox.de